Wie kommt es eigentlich zu dunklen Zähnen?

Im Wesentlichen gibt es sechs Gründe dafür:

  • Die Zähne sind von Natur aus dunkel (also "geerbt").
  • Sie werden mit zunehmendem Alter dunkler.
  • Genussmittel wie Zigaretten, Kaffee, Tee, Cola oder Rotwein machen die Zähne dunkler.
  • Manche Medikamente (z.B. das Antibiotikum Tetracyclin) können zu Dunkel-Verfärbungen führen.
  • Bestimmte Blut- und Lebererkrankungen können ebenfalls dunkle Zähne verursachen.
  • Metalle aus Amalgam-Füllungen machen die Zähne dunkel.

Daneben gibt es Fälle, in denen die Zähne durch Fluorid-Überdosierungen fleckig weiß werden (die sog. "Fluorose").

 

Kann man Zähne in jedem Fall wieder aufhellen?

Bis auf eine Ausnahme: Ja! Diese Ausnahme sind dunkle Zähne, die durch bestimmte Blut- und Lebererkrankungen hervorgerufen wurden. Zähne, die durch die fünf anderen oben genannten Gründe dunkel wurden, können grundsätzlich aufgehellt werden.

 

Allerdings gibt es Unterschiede darin, wie hell sie wieder werden und wie schnell das geht. Verfärbungen durch Alter oder Genussmittel lassen sich in der Regel schnell und einfach korrigieren. Dunkle Zähne, die angeboren sind, und solche, die durch Medikamente oder Metalle verfärbt wurden, sind schwieriger aufzuhellen.

 

Woraus besteht Bleaching-Gel und wie wirkt es?

Das Gel für die Zahnaufhellung besteht aus sog. Peroxiden (wie z.B. das Wasserstoff-Superoxid, das zum Bleichen von Haaren verwendet wird, und aus Carbamid-Peroxid).

 

Peroxide sind chemische Stoffe, die Sauerstoff-Atome in einer besonderen Anordnung enthalten. Beim Auftragen des Gels zerfällt es in sog. Sauerstoff-Radikale, die in den Zahn eindringen, dort die störenden Farbstoffe aufspalten und damit entfärben. ("Radikale" sind besonders wirksame Zustandsformen von Atomen).

 

Besonders wichtig ist, dass Bleaching-Gele pH-neutral sind, weil das die Zähne schützt. Manche professionellen Bleich-Gele enthalten Zusätze, die Zahnempfindlichkeiten vorbeugen und den Zahnschmelz härten  

  

Was bedeuten die verschiedenen Bleaching-Begriffe?

Im Englischen wird die Zahnaufhellung als "Bleaching" (Bleichen) bezeichnet. Dieser Begriff wird auch hierzulande zunehmend verwendet. Manchmal allerdings falsch geschrieben als "Bleeching". Man unterscheidet vier Bleaching-Arten: 

 

  1. Home-Bleaching: "Home" ist der englische Ausdruck für "zu Hause". Home-Bleaching bedeutet also, dass die Zahnaufhellung zu Hause durchgeführt wird. Allerdings unter Anleitung und Kontrolle durch den Zahnarzt und seine Mitarbeiterinnen.
  2. Power-Bleaching:  "Power" bedeutet hier frei übersetzt "intensives" Aufhellen der Zähne. Dabei werden Ihre Zähne von Fachleuten in der Zahnarztpraxis aufgehellt. Eine andere Bezeichnung für das Power-Bleaching ist In-Office-Bleaching: "In-Office" steht für "in der Praxis". 
  3. Laser-Bleaching: Im Prinzip funktioniert es wie das "Power-Bleaching". Allerdings wird hier das Bleaching-Gel zusätzlich durch spezielles Licht oder Laser aktiviert. Das soll dessen Wirksamkeit erhöhen.
  4. Walking-Bleach-Technik: Ganz frei übersetzt bedeutet das "Aufhellen während des Herumgehens". Gemeint ist die Aufhellung eines Einzelzahnes: In diesen wird das Bleaching-Gel eingefüllt. Dann wird er provisorisch verschlossen. Während der Aufhellungszeit von wenigen Tagen kann der Patient ganz normal seinen Alltags-Tätigkeiten nachgehen.

 

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Dr. Bernd Common, Zahnarzt in Ötisheim bei Mühlacker
Dr. Bernd Common, Zahnarzt in Ötisheim
Zahnärztin Dr. Bianca Olpp
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